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Portugal - Competition - Italy - CD - Lithuania

 

 Portugal

Porto Reiterstandbild im Zentrum von Porto Brücke über den Duro - Atlantik

 

Auf Einladung der „Academia de Música de Vilar do Paraíso“, einer der größten und renommiertesten Musikakademien des Landes ging es für das JGO mit den beiden Dirigenten Mandy Bahle und Helmut Oesterreich Ende April für eine Woche nach Porto/Portugal.

Mehrere Konzerte in und um Porto sowie ein „Meet and Greet“ mit der gastgebenden Akademie und deren Schülern standen hierzu auf dem Programm. Fieberhaft erwarteten wir alle die Reise und freuten uns schon auf unsere Konzerte.

 

Jedoch funktioniert keine Konzertreise ohne vorheriges Proben und Üben. So fand vom 13.4.07 - 15.4.07 ein Probenwochenende in Heidelberg statt, bei dem wir unsere Stücke von vorne bis hinten und umgekehrt aufarbeiteten, verbesserten und schließlich konzertreif einstudierten.

Dann, endlich, am 25.4.07, war es soweit. Die Reise begann. Und sie begann früh: Um 6:00 Uhr fuhr der Großteil des JGOs mit dem Zug in Heidelberg los, damit wir rechtzeitig in Frankfurt am Flughafen sein konnten, wo wir bereits um 7:30 Uhr einchecken mussten.

Nach zweistündigem Flug wurden wir am Flughafen von Porto vom Direktor der Musikakademie und unserem „Guide“ Felipa empfangen, die uns für die gesamte Dauer der Reise als Ansprechpartner zur Verfügung stand und stets ein offenes Ohr für unsere kleineren aber auch größeren Probleme hatte.

Kaum im Hotel angekommen, begannen wir nach einer kurzen Pause auch sofort mit der erste Probe, schließlich hatten wir bereits am übernächsten Tag unseren ersten Konzertauftritt.

Doch nicht etwa in einem separaten Raum wie man hätte vermuten können; da es im gesamten Hotel kein Zimmer gab, das für zwanzig Leute konzipiert gewesen wäre, beglückten wir alle Hotelgäste mit unserer Musik, indem wir unsere Proben auf dem breiten Hotelflur abhielten. So wurden wir zwar immer wieder durch Koffer schleppende Gäste gestört, doch wir ließen uns von diesen nicht beirren.

Am Freitag war es dann soweit. Unser erstes Konzert in der „Academia de Música de Vilar do Paraíso“ vor zahlreichem Publikum stand auf dem Programm. Stehende Ovationen ließen uns erst nach einer Zugabe und unzähligen „Vorhängen“ von der Bühne gehen. Bei der „Fugatta“ von Astor Piazzolla spielte spontan Paolo, der Bassist des portugiesischen Partnerensembles mit uns mit, was das dortige Publikum besonders begeisterte.

Im Anschluss an das Konzert erhielten wir Wimpel und Glasteller der Akademie durch den Direktor. Auch durften wir uns ins goldene Buch der Musikakademie eintragen.

Den Vormittag des vierten Tages verbrachten wir in Porto, einer wunderschön an Meer und Fluss gelegenen Stadt, durch die wir von unserer Felipa geführt wurden.

Speziell das denkmalgeschützte Altstadtensemble mit seinen kleinen verwinkelten Gässchen sowie die architektonisch beeindruckenden Brückenkonstruktionen machten einen Besuch der Stadt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

 

     

Auf Einladung der Portweinkellerei „Calem“ ging es am Nachmittag dann zur Winzereiführung mit Portweinprobe.

Das darauffolgende Konzert im Auditorium der Kellerei gestalten wir gemeinsam mit dem Chor der Akademie. Vor erneut ausverkauftem Haus wurden wir ähnlich enthusiastisch gefeiert wie bei unserem ersten Konzert.

Am Abend gingen wir in vielen einzelnen Gruppen dann getrennte Wege. Man fand sich in gemütlichen Bars oder Kneipen wieder, machte einen Spaziergang durch das nächtliche Gaia oder Oporto, kurzum: ließ den Abend schön ausklingen.

     

Unser drittes und letztes Konzert barg Positives wie Negatives in sich. Zum einen hatte der Veranstaltungsort leider noch am selben Mittag kurzfristig geändert werden müssen, was zur Folge hatte, dass das Publikum recht spärlich ausfiel; um so schöner war dann der große Erfolg unserer Premiere des „Concertos“ von Heitor V. Lobos mit einer glanzvollen solistischen Darbietung von Benjamin Skolny, was wir noch am selben Abend bei einem wunderbaren Essen, welches die Gemeinde Esposende für uns ausrichtete, feierten.

Die restlichen zwei Tage gönnten sich alle eine wohlverdiente Pause, bummelten in der Stadt, fuhren nach Lissabon oder gingen wandern.

Einzig das Wetter spielte während der gesamten Reise nicht so wirklich mit.

Alle, die sich auf Sonne und Hitze gefreut hatten, wurden bitter enttäuscht: Es war kühl, dazu windete es mächtig und ab und an kamen wir in den Genuss von feinsten Portugal-Regenschauern… Hinzu kam, dass die portugiesische Küche teilweise zu wünschen übrig ließ, wenn man für weniger als 10 € essen wollte.

 Doch das waren alles nur Kleinigkeiten, die den Spaß an der Reise nicht erheblich minderten.

Das JGO ist sich auf jeden Fall einig, dass uns unser Trip nach Portugal musikalisch wie auch als Gruppe sehr viel gebracht hat.

Und voller Elan stürzen wir uns nun wieder in die Proben, um bei den nächsten Konzerten mit demselben Spaß dabei zu sein und genauso viel Erfolg verbuchen zu können wie bisher.

Julia Dosch

 

 

 

Das Portugal - Konzertprogramm:

 

Giovanni Nanino:                         Morir, non puo l mio core
                                                       Lasso ch ogni auguelletto
Ruggero Giovanelli                      Ero cosi dicea
Wilhelm Kaiser-Lindemann        Variacoes brasileiras
Beau benson                                Celaeno

Astor Piazzolla                             Fugata – Libertango
Terrry Riley                                   Y Bolanzero

Heitor Villa-Lobos                        Guitar Concerto (Solist: Benjamin Skolny)


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Internationaler Gitarrenorchesterwettbewerb in Rheine 2007

2 Preis                                    

Das JGO unter der Leitung von Christian Wernicke und Helmut Oesterreich spielte neben dem Pflichtwerk, der English Suite von John Duarte folgende Werke:

Andriano Banchieri         Drei Fantsasien
Terry Riley                        Y Bolanzero
Astor Piazzolla                 Fugata


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