Performances:

30.06.1996 Eröffnungskonzert: Arken, Museum for Modern Arts, Kopenhagen -Ishöj
02.07. Ny Carlsberg Glyptotek, Kopenhagen
03.07. Festivalparken, Nordsjällands Sommerpark
05.07. Jesuskirken, Kopenhagen

Unter den mehr als 120 Ensembles mit insgesamt etwa 5000 musizierenden Jugendlichen aus sämtlichen europäischen Ländern hatte das JGO als einziges Gitarrenorchester an dem Mammutfestival teilgenommen. Zumeist waren es Streich- und Sinfonieorchester, Blasmusikkapellen und Jazz - Bigbands, die nach Kopenhagen gekommen waren aber es gab auch ungewöhnlichere Besetzungen wie Perkussionsgruppen, osteuropäische und baltische Folklore - Tanz - Ensembles, eine Bossa Nova Band aus Island und sogar Trommler aus Französisch - Guayana. In über 300 Konzerten, die im gesamten Großraum der Stadt in Kirchen, Theatern, Konzertsälen und Museen, im "Tivoli" und einem Freizeitpark stattfanden, galt es einander zuzuhören, über die gemeinsame Sprache der Musik nationale Schranken abzubauen und Kontakte miteinander zu knüpfen.Mit den Dirigenten Helmut Oesterreich und Roland Boehm war ein anspruchsvolles Programm mit vorwiegend moderner Musik einstudiert worden. Bereits beim offiziellen großen Eröffnungskonzer im erst wenige Wochen zuvor eröffneten "Arken - Museum for Modern Art" konnte das JGO an ganz exponierter Stelle spielen. Das Konzert war zweigeteilt, die erste Hälfte bestritt ein polnisches Streichorchester, nach der Pause dann die Gitarren.

Repertoire des Eröffnungskonzerts

Olivier Bensa Trois Mouvements Dynamiques
Helge Jörns Ludus Guitarris
Leo Brouwer Cuban Landscape with rain
Steve Reich Electric Counterpoint - 3rd mouvement

Die Atmosphäre im Saal war phantastisch. Es drängten sich etwa doppelt so viele Zuhörer als Plätze vorhanden waren und bereits beim Auftreten gab es stürmischen Applaus." amazingly good together, very unusual for plucked instruments" war einer der vielen Kommentare. So gelang es dem Orchester gleich zu Beginn mit einem furiosen Auftakt eine höchst erfreuliche Visitenkarte vorzulegen.

"...dedicated to the JGO" lautete das Motto des zweiten Konzerts, das in der "Ny Carlsberg Glyptotek" stattfand. Gespielt wurden ausschließlich Werke, die für das Ensemble geschrieben wurden:

für das JGO komponiert:

Susanne Erding - Swiridoff Labirinto del Sole
Helge Jörns Ludus Guitarris
Roland Boehm Concerto I - für Gitarrenensemble
Violeta Dinescu Niutao

 

Helge Jörns war eigens aus Berlin angereist, um der Aufführung seines Stückes beizuwohnen. Es war das "German Festival Piece", eine Auftragskomposition der Festivalleitung für das JGO! ist dreiteilig nach dem Muster: schnell - langsam - schnell.

Das Jugendgitarrenorchester Baden - Württemberg mit Helge Jörns (vorn Mitte), dem Komponisten des Auftragswerkes "Ludus Guitarris" in der Ny Carlsberg Glyptotek

Einen völlig anderen, deshalb aber nicht weniger eindrucksvollen Charakter hatte der dritte Auftritt, open air, im außerhalb der Stadt gelegenen Festivalpark. Im 45- Minuten - Takt wechselten sich simultan auf vier Bühnen die unterschiedlichsten Gruppen ab. Als Zuhörer konnte man ungezwungen umhergehen und überall zuhören. Sehr seriös ging es wieder im letzten Konzert in der sehr schönen Jesuskirken zu. Den zahlreichen Rumänen im Publikum gefielen besonders das Concerto und Niutao - die Komponistin Violeta Dinescu lebte und wirkte nämlich auch in Bukarest bevor sie in die Bundesrepublik kam.. Neben den Konzerten konnte man auch eine ganze Reihe interessanter Sehenswürdigkeiten besichtigen; so zum Beispiel das Musikhistorische Museum mit seiner Sammlung historischer Lauten- und Gitarreninstrumente, darunter einige berühmte Thielcke - Gitarren. Beeindruckend war auch die Kronborg, der ehemalige Sitz von Hamlet in Helsingör. Jedoch auch Spaziergänge in Kopenhagens Innenstadt (oder der Besuch im Jazzclub der eine außergewöhnliche Begegnung mit dem Supergitarristen Pat Metheny nach sich zog) waren schöne Erlebnisse durch die man auch in sozialer Hinsicht wieder näher zuusammenrückte.

vor dem Konzert

nach dem Konzert


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